Die Herztöne der Mutter, der Klang ihrer Stimme oder ein Magenknurren – das sind unsere allerersten Hörerlebnisse. Aber wie hören ungeborene Babys?

Bereits in der 28. Woche ist der Hörsinn – vor allen anderen Sinnen – ausgebildet. Das ungeborene Kind hört und reagiert auf seine Umwelt. Möglich macht das der Schall, der nicht nur über die Ohren wahrgenommen, sondern auch über die Knochen und die Haut geleitet wird. Und das gar nicht mal leise. Spitzenwerte bis zu 85 Dezibel schallen durch den Körper. Ob Blutzirkulation, Magenglucksen oder Darmaktivitäten – die Gebärmutter ist dafür ein guter Resonanzkörper. Wenn das Baby geboren wird, hat es schon mehrere Wochen Hörerfahrung hinter sich. Die Verarbeitung der akustischen Reize passiert im Auditiven Cortex in der Großhirnrinde, auch Hörzentrum genannt. Hier werden – meist unterbewusst – sämtliche Höreindrücke mit bereits bekannten verglichen, eingeordnet und bewertet.

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