Innsbruck, am 9. März 2016: Begeisterung für die Wahrnehmung schaffen und die faszinierende Welt der Sinne erlebbar machen – mit der neuen Sonderausstellung „Illusionen – Täuschung der Sinne“ stellt das AUDIOVERSUM sein innovatives Vermittlungskonzept erneut unter Beweis. Ab 9. März stehen die Besonderheiten der optischen Sinnesverarbeitung auf dem Programm. Sehphänomene führen in die Irre und hinterfragen unsere Vorstellungen von Raum und Bewegung, Farben und Formen. Die Besucherinnen und Besucher lassen sich von Trugbildern täuschen, erforschen die eigenen Wahrnehmungsgrenzen und entdecken die Zusammenhänge von Hören und Sehen.

 

Bewegt sich das Muster wirklich? Ist das Bild grün oder rot? Das menschliche Gehirn ist ständig damit beschäftigt, Sehimpulse zu interpretieren und richtig einzuordnen. Als Grundlage dazu dient die Erfahrung. Weichen Wahrnehmungen davon ab, werden sie in bekannte Muster uminterpretiert und es kommt zu einer optischen Täuschung. Welche verblüffenden und unterhaltsamen Phänomene sich dabei beobachten lassen, zeigt die neue AUDIOVERSUM-Sonderausstellung „Illusionen – Täuschung der Sinne“ ab 9. März 2016. „Wir freuen uns, unseren Besucherinnen und Besuchern nach ‚Sound of Space‘ und ‚So hören Tiere‘ nun schon die dritte AUDIOVERSUM-Sonderausstellung präsentieren zu können. Nach drei Jahren zeigt sich, dass sich unser Konzept der jährlich wechselnden Sonderausstellungen als ideale Ergänzung zur Hör-Erlebniswelt bewährt hat. Mehr als 96.000 Besucherinnen und Besucher haben sich bei uns in Innsbruck bereits spielerisch mit Sinneseindrücken auseinandergesetzt“, so Dr. Christina Beste, Leiterin des AUDIOVERSUM. „Auch in der neuen Ausstellung gibt es wieder zahlreiche interaktive Elemente zum Anfassen und Ausprobieren.“

 

Sehen, hören und stauen
Die Sonderausstellung „Illusionen – Täuschung der Sinne“ steckt voller Überraschungen und Aha-Erlebnisse und ermöglicht neue Facetten der Wahrnehmung. Die Idee zur Verknüpfung von Hören und Sehen unter einem Dach kam vom Kurator und Gründer des AUDIOVERSUM, Dr. Eckhard Schulz, der die bereits im Galileo-Park im deutschen Nordrhein-Westfalen erfolgreich gelaufene Ausstellung für das Innsbrucker ScienceCenter gefunden und adaptiert hat: „Optische und akustische Wahrnehmungen hängen eng zusammen. Etwa 80 Prozent unserer Sinneseindrücke erfolgen über das Auge, dafür ist das Hören für die Kommunikation besonders wichtig. Auch beim Thema Illusionen bestehen Parallelen. Ähnlich der berühmten Treppe von M. C. Escher, die ins Unendliche führt, funktioniert der Effekt auch mit einer scheinbar nicht endenden Tonleiter. Die Sonderausstellung ist daher eine wunderbare Ergänzung zu unseren Hörerlebnissen.“

 

Abenteuer Illusion – wenn der Schein trügt
Die neue Sonderausstellung zeigt, dass nicht alles so ist, wie es scheint. So verwandelt sich aus einiger Entfernung das Bild des Wissenschaftlers Albert Einstein in die Filmikone Marilyn Monroe. Aus einer venezianischen Gesichtsmaske wird bei näherer Betrachtung ein sich küssendes Paar, auf einem anderen Bild lässt sich scheinbar ein blassrotes Herz erkennen. Form und Farbe sind jedoch nur eine Illusion, die durch das cyan-grüne Gittermuster entsteht. Werden die Fluchtpunkte einer Bildperspektive verändert, haben die Betrachterinnen und Betrachter wiederum Schwierigkeiten mit der Größeneinschätzung. Für Irritierung sorgen auch starke Helligkeitskontraste. Sie vermitteln leicht den Eindruck von Bewegung oder lassen gleiche Farben einmal heller, einmal dunkler erscheinen. Und mithilfe einer Virtual Reality-Brille erleben die Besucherinnen und Besucher eine simulierte Achterbahnfahrt täuschend echt. Eine spannende Entdeckungsreise für alle Sinne!