„Lernen braucht Beziehung – und ein Schulsystem, das Vielfalt mitdenkt“
Wie sieht die Schule der Zukunft aus? Welche Rolle spielen Vertrauen, Inklusion und individuelle Lernwege? Und wie kann Lernen so gestaltet werden, dass Neugier, Selbstvertrauen und persönliche Entwicklung im Mittelpunkt stehen? Diese Fragen prägten die Podiumsdiskussion „Wie wir lernen“, die Anfang Oktober im AUDIOVERSUM Science Center stattfand.
Unter der Moderation von AUDIOVERSUM-Direktorin Julia Sparber-Ablinger diskutierten Miriam Sonntag (Universität Innsbruck), Claudia Haas (Pädagogische Hochschule Tirol), Doris Schumacher (Direktorin des BRG in der Au) und Martin Vettori (Leiter der Mittelschule Dr. Posch) über eine zeitgemäße Lernkultur, neue Formen der Leistungsbeurteilung und die Herausforderungen eines inklusiven Bildungssystems.
Im Mittelpunkt des Abends stand die Erkenntnis, dass erfolgreiches Lernen weit mehr braucht als die reine Vermittlung von Wissen. Tragfähige Beziehungen, gegenseitiges Vertrauen und eine Lernumgebung, die individuelle Stärken fördert, sind entscheidende Voraussetzungen. Die Experten betonten zudem die Bedeutung multiprofessioneller Teams, eines konstruktiven Umgangs mit Fehlern und einer Schule, die Vielfalt als Chance begreift.
Auch der Blick in die Zukunft kam nicht zu kurz: Gewünscht wurde ein Bildungssystem, das mehr Raum für unterschiedliche Lernwege, Kreativität und persönliche Entwicklung schafft und Kinder frühzeitig unterstützt, anstatt erst auf schulische Misserfolge zu reagieren.
Das zentrale Fazit des Abends: Lernen braucht Beziehung, Zeit und Vertrauen – und eine Schule, die jedes Kind in seiner Einzigartigkeit wahrnimmt und stärkt.
Die Podiumsdiskussion fand im Rahmen der Sonderausstellung „WIE WIR LERNEN“ statt, die noch bis September 2027 im AUDIOVERSUM Science Center in Innsbruck zu erleben ist.